Vom Harvard Campus nach Cape Cod

Nach unserem gestrigen Auftakt in Boston hieß es heute morgen: Koffer packen und auschecken. Doch bevor wir den Großraum von Boston verlassen, machen wir einen Abstecher nach Cambridge und verbringen den Vormittag auf dem Campus der Harvard Universität. Harvard gilt als die älteste Universität der Vereinigten Staaten, deren Ursprung aus einer Ausbildungsstätte für Geistliche hervorgeht. Gegründet wurde die spätere Universität durch die Puritanier, welche als erste Einwanderer mit der Mayflower das neue Land eroberten. Der heutige Name geht auf John Harvard zurück.

Noch heute gilt sie als eine Universität mit sehr strengen Regeln - sinngemäß übersetzt, kann man dies am Haupttor des Campusgelände bereits beim Betreten erfahren “Wachse in Stille und Ehrgeiz”, heißt es hier. Die Studierenden erwartet eine hochkarätige Ausbildung, das Leben in von der Universität zugeteilten Zimmern mit Vierer-Belegung und der Anspruch an ein überdurchschnittliches Engagement am universitären Alltag. Die Eltern zahlen dafür eine durchschnittliche Studiengebühr in Höhe von 72.000 USD pro Jahr, wobei die Universität das Studium abhängig vom Einkommen der Eltern fördert. Ich habe dies mal rasch für unsere Kinder berechnet - die Förderung würde immerhin stattliche 31.000 USD pro Jahr betragen.

Das Campusgelände selbst hat mich jetzt nicht so extrem vom Hocker gerissen - Stanford hat mir persönlich besser gefallen - auch das nähere Umfeld hätte ich mir etwas gediegener und wertiger vorgestellt.

Wir verlassen Cambridge via Interstate 90 und den Großraum Boston via 93 in Richtung Cape Cod. Rasch wird es deutlich ländlicher und wir bekommen einen Eindruck vom Charme New Englands. Zirka 40 Fahrminuten südlich von Boston, an der Küste gelegen, treffen wir auf den uramerikanischsten Ort, auf welchen man wohl unter Betrachtung der Siedlungsgeschichte treffen kann - Plymouth! Hier setzten im Jahr 1620 die aus Plymouth in UK stammenden ersten Siedler ihren Fuß und all ihre Hoffnungen in einer neuen Welt starten zu können, auf den Boden des nordamerikanischen Kontinents. Der Ort ist niedlich, versprüht Gründercharme, Patriotismus und maritimes Flair. Wir schlendern entlang des Hafens, besichtigen ein Haus aus der Zeit um 1800, tauchen dabei in das Leben dieser Zeit ein und beschäftigen uns im gemeinsamen Austausch mit den Idealen der Menschen, welche vor gut 400 Jahren hier landeten. Wir versuchen, wie in jedem Urlaub, die amerikanische Kultur, Lebensweise und Werte besser zu verstehen. Uns gelingt dies immer besser und vielleicht fühlen wir uns deshalb an vielen Orten in den USA so wohl, dass es uns seit Jahren teilweise zweimal im Jahr hierher zieht.

Am späten Nachmittag gelangen wir an unser heutiges Etappenziel, Cape Cod.

Bilder gibt es hier.

Chicago, IL

Startpunkt unserer gemeinsamen Reise ist Chicago - The Windy City.

Beeindruckend gegensätzlich präsentiert sich diese Stadt. Sie kommt als große Metropole mit einem Hauch venizianischem Charme, riesigen Wolkenkratzern, Glamour und sichtbarer Armut daher.

Besonders faszinierend - die Stadt liegt direkt am Westufer des Michigansee. Im Winter häufig zugefroren, kann man sich im Sommer herrlich von der Gluthitze der Stadt abkühlen.

Besonders schön könnt ihr die Stadt vom Wasser, dem Chicago River,  aus entdecken. Die Perspektive und das Gefühl von einem Stadtfluss die Metropole zu entdecken, ist etwas ganz besonderes.

Im Zentrum der Stadt, auch "The Loop" genannt, kommt das Chicago Feeling der 1920iger Jahre immer noch auf. Im Kreis und daher The Loop genannt, durchzieht die Stadtbahn oberhalb der Straßen der Stadt, einmal das innere Zentrum. Hier liegt auch der offizielle Startpunkt der Route 66.

Besonders ans Herz möchte ich Euch einen kleinen Abstecher in den Luire Garten legen. Dieser liegt im Millenium Park und ist eine wunderschön gestaltete urbane, grüne Oase. Genau der Richtige Ort für ein Mittags-Picknick und Erholung vom Großstadtlärm.

Gut erholt könnt ihr dann einen Shopping Rundgang auf der Magnificant Mile starten - die Einkaufsstrasse in Chicago. Auch hier gibt es jede Menge Abwechslung - neue glitzernde Geschäfte, große Geschäftsgebäude und dann, mittendrin und gegenüber vom John Hancock Center, steht, winzig klein, die Fourth Presbyterian Church.

Wusstet ihr eigentlich, dass Ray Kroc in De Plaines, einem Vorort von Chicago am 15. April 1955 die erste McDonalds Filiale der USA als Franchiseunternehmen eröffnete? Und die Filiale existiert noch heute!

Und sonst? Richtig nett sind auch die westlich gelegenen Vororte, wie zum Beispiel Oakpark. Schön kleinstädtisch mit tollen Parkanlagen, kleinen Geschäften und superschönen Neighborhood Siedlungen.

Ich könnte hier noch so viel mehr über Chicago und die Sehenswürdigkeiten, wie Willis Tower, John Hancock Center oder dem Navy Pier schreiben.

Wir wollen aber unser Ziel nicht aus dem Auge verlieren und das liegt gute 3.200 Kilometer entfernt im Westen. Los gehts auf die erste Etappe, nach Springfield, IL.